Fragen zum Gebrauchshundesport?

  • Frage: Wird mein Hund im Schutzdienst nicht aggressiv und scharf gemacht?
  • Hierzu möchten wir gerne einen Artikel aus dem OnlineMagazin "STADTHUNDE.COM" zitieren:

    Der moderne Schutzhundesport möchte die Souveränität, Nervenstärke und das Selbstbewusstsein des Hundes fördern – unkontrollierbare Nervenbündel, Raufer oder Beißer sind hier ganz eindeutig Fehl am Platz. Gut ausgebildete Schutzhunde sind äußerst ausgeglichen und reagieren in jeder Situation gelassen – sie haben gelernt, in extremen Reizsituationen cool zu bleiben. Im Schutzhundesport lernt der Vierbeiner, seine Triebe hervorragend zu beherrschen. Eine derartige Ausbildung dauert lange und funktioniert nur, wenn Hund und Mensch einander wirklich vertrauen und wissen, dass sie sich aufeinander verlassen können.

    Der Schutzdienst ist nur ein Bestandteil der sogenannten 'Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde' (VPG) und stellt eine enorm anspruchsvolle Herausforderung für den Vierbeiner und seinen Menschen dar. Deshalb werden für diese Prüfung nur Hunde zugelassen, die bereits mit einer bestandenen Begleithundeprüfung gezeigt haben, dass sie sicher im Gehorsam stehen.


    Das heißt nun nicht, dass ein Schutzhund tatsächlich gelernt hat, Menschen anzugreifen oder dass er Zweibeinern gegenüber ein erhöhtes Aggressionspotential hat. Das Gegenteil ist der Fall: Nicht wenige erfolgreiche Schutzhunde sind gleichzeitig auch ausgebildete Rettungshunde. Schutzdienst und Leben retten ist beileibe kein Gegensatz - und gut ausgebildete Schutzhunde sind meist ausgesprochen menschenfreundlich. Denn im Schutzdienst wird der Hund keinesfalls, wie oft angenommen, Menschen gegenüber scharf gemacht. Das Interesse des Vierbeiners gilt ausschließlich dem sogenannten Schutz- oder Hetzarm – einer dicken, gepolsterten Attrappe, die der Helfer um den Arm trägt.