Vereinschronik (nicht so ernst)

Es traf sich eine Gruppe Hunderer beim Bögel in Hilpoltstein.Sie waren voll Frust auf ihren alten Verein.
Das Hick-Hack mit den Züchtern sahen sie nicht ein.
Sie wollten sich nicht streiten und gründeten einen neuen Verein.

Der Mem hat eine Wiese, die war zwar nur ein Hang, doch davor machten sie sich nicht bang.
15 Mann waren es dann, die Ämter wurden verteilt; Du machst das, und du machst das. Es war schon ein Spaß.
Heinz sagte, ich mach auch was. Ich koche euch was.
Es war ein strenger Übungsbetrieb, sonntags um 7 Uhr auf Fährte, verschlafen durfte man sich nie.
Mittwoch, Samstag und Sonntag immer volles Haus.
Nur die Kasse, da sah es noch mickrig aus.
25 D-Mark zahlten alle ein, Hetzklamotten gab ihnen der Palme, da hatten sie Schwein.
Die Figuranten froren nach dem Hetzen, denn es war schon sehr kalt.
Sie brauchten einen Raum zum Umziehen und das sehr bald.

Heinz hatte einen Draht zur Bundeswehr.
Dort besorgte er einen Bauwagen her.
Die 1. Weihnachtsfeier war in einer alten Schreinerei, Christkind, Nikolaus und zwei Hunde vor dem Schlitten waren auch mit dabei.
Es war ganz primitiv, aber trotzdem toll, und am Abend war dann die Kasse voll.
Sie spielten Wildwest, grillten Würstchen im Schnee, saßen wie die Heringe zusammen, gingen spät erst nach Haus, der Bauwagen beulte sich langsam schon aus.
Vom Tisch war nichts zu sehen, er war von Flaschen und Gläser voll, die Frauen fanden das oft nicht so toll.
In die Kasse musste ja schließlich was rein, das sahen sie am Ende doch manchmal ein.

Zwei fuhren nach Weißenburg, sahen eine Baracke da liegen, da arbeitet doch der Max, vielleicht können wir sie kriegen.
Max ging seinen Chef fragen, 200 D-Mark wollte er haben und dann haben sie rachgierig aufgeladen.

Bei der Stadt Hilpoltstein gaben sie ums Bauen ein. Aber dann ging es los, die Bauern mischten sich ein. Das ist Bauernland, keine Zufahrt, nix für einen Verein.
Sie gaben uns ein Jahr, dann müssten wir fort. Jetzt ging die Suche los nach einem anderen Ort.
Der Fasching bescherte uns dann diesen Platz, er war eben und groß, aber eine Wüstenei, es würde wahnsinnig viel Arbeit, doch das war einerlei.

Die Prüfung war noch in Hilpoltstein. 10 Hundeführer traten mit ihren Hunden an, Richter war der Mischka, ein sehr strenger Mann.
Tricks und Hilfen sieht er, da kann man nichts machen, wenn’s nicht so ernst wär, könnt man drüber lachen.
Ein Festzelt hatten wir auch. Es stand zwar schief, dass mittags das Gulasch vom Teller lief. Dann wurde es lustig, es war ja gut gelaufen, wir konnten uns was gönnen und in Ruhe was Saufen. Nach der Prüfung ging die Schufterei richtig an, den neuen Platz herrichten, es halfen alle Mann.
Er war für die Bauern ein Lagerplatz voller Steine, Stubben und Holz, es konnte einem schon den Mut rauben. Zwei Rasenmäher gingen drauf, sie mussten dran glauben.
Die Genehmigung zum Bauen bekamen wir sofort, ein Hundeführer war im Bauausschuss, der hatte für uns ein gutes Wort.

Das war der Anfang von unserem Verein. Es wurden langsam schon ziemlich viel Leut, wie alles geworden ist, das seht ihr ja heut.
Es war schon lustig und gemütlich, es gab auch mal Streit, das lässt sich nicht vermeiden bei so viel Leut.

Prüfungen, Erziehungskurse und Rothseecup brachten viel ein. Finanziell steht es jetzt nicht schlecht um den Verein.
Kassierer hatten wir in den 20 Jahren drei Peter, Werner und Birgit waren dabei.
Ja und wenn jeder noch ein bisschen besser gewesen wär.
Dann wär der Verein heute schon Millionär.

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